Abos
So behältst du deine Abos im Blick und senkst die Kosten
Einzeln wirken Abos klein, zusammen werden sie zu einem echten Fixkostenblock. Die meisten verlängern sich von selbst, Preiserhöhungen kommen leise, und jährliche Zahlungen geraten in Vergessenheit. Dieser Ratgeber zeigt dir, wie du deine Abos sichtbar machst und die aussortierst, die du nicht brauchst.
Warum rutschen Abos durch?
Abos sind klein, verlängern sich automatisch und verteilen sich auf verschiedene Karten. Kostenlose Testphasen, die kostenpflichtig werden, Zahlungen, die nur einmal im Jahr anfallen, und Preiserhöhungen ohne Ankündigung halten die Gesamtkosten aus dem Blick.
1. Bring alle auf eine Liste
Geh deine letzten drei Kartenabrechnungen durch und notier jede wiederkehrende Zahlung. Ergänze die Abos aus den App-Store-Einstellungen deines Handys und alles, was jährlich abgerechnet wird (Cloud-Speicher, Softwarelizenzen, Mitgliedschaften).
Schreib zu jedem den Betrag, den Abbuchungstag, die Karte, über die es läuft, und ob es monatlich oder jährlich abgerechnet wird.
2. Schau auf die Jahreskosten
Ein Monatspreis wirkt klein; erst die Jahreskosten zeigen das echte Bild. Fünf Abos, die zusammen 70 € im Monat kosten, sind 840 € im Jahr.
Sortier deine Liste nach Jahreskosten. Die drei teuersten Posten machen meist den Großteil der Summe aus – dort fängst du mit dem Sparen an.
3. Verteil jährliche Verlängerungen auf die Zeiträume
Ein Abo, das einmal im Jahr abgebucht wird, kann den Zeitraum, in den es fällt, allein ins Wanken bringen. Angenommen, der Beispielhaushalt hat eine jährliche Verlängerung über 120 € vergessen, die am 22. Tag abgebucht wird. An diesem Tag liegt sein Tagesbetrag bei rund 73,25 €; für die letzten 8 Tage bleiben nach dem Sparziel 585,96 €.
- Ungeplant: Die 120 € gehen von den letzten 8 Tagen ab. Der Tagesbetrag sinkt auf (585,96 € − 120 €) / 8 = rund 58,25 €, also 15 € weniger pro Tag.
- Geplant: Legst du jeden Zeitraum 120 € / 12 = 10 € als Fixkosten beiseite, ist das Geld am Verlängerungstag da. Das kostet das Budget des Zeitraums 10 €, in einem Zeitraum von 30 Tagen rund 0,33 € pro Tag.
Dieselben 120 € kosten geplant 0,33 € am Tag und als Überraschung 15 € am Tag. Trag Jahresabos mit ihrem Verlängerungsdatum in deine Liste ein, teil sie durch 12 und rechne sie zu den Fixkosten.
4. Behalte Preiserhöhungen im Blick
Steigt ein Preis, notier den alten und den neuen Betrag. Ein Abo, das von 7,90 € auf 9,90 € im Monat steigt, kostet dich im Jahr 24 € mehr.
Eine Preiserhöhung ist ein guter Moment, ein Abo zu überdenken: Nutzt du es noch so oft, und gibt es einen günstigeren Tarif?
5. Kündigen, wechseln oder pausieren
- Kündigen: Ein Abo, das du zuletzt nicht genutzt hast, kündigst du vor dem Verlängerungsdatum.
- Wechseln: Ein günstigerer Tarif desselben Dienstes (mit Werbung oder als kleineres Paket) reicht vielleicht.
- Auf jährlich umstellen: Bei einem Dienst, den du ständig nutzt, ist der Jahrestarif meist günstiger.
- Teilen: Bei Diensten mit Familientarif kann ein Abo mehrere Personen abdecken.
- Pausieren: Manche Dienste lassen dich pausieren statt kündigen, wenn du nur eine Pause brauchst.
Das Gesetz hilft dir dabei. Verträge, die seit dem 1. März 2022 geschlossen wurden, dürfen sich nach der ersten Laufzeit nur noch auf unbestimmte Zeit verlängern; dann kannst du mit einer Frist von höchstens einem Monat kündigen. Und was du online abschließen kannst, muss sich seit dem 1. Juli 2022 auch über einen Kündigungsbutton („Verträge hier kündigen“) beenden lassen, ohne vorherigen Login.
6. Stell dir eine Erinnerung
Stell dir ein paar Tage vor dem Verlängerungsdatum eines Abos, das du loswerden willst, eine Erinnerung. Die meisten Dienste buchen am Verlängerungsdatum ab; wartest du bis zur letzten Minute, zahlst du eine weitere Laufzeit. Für kostenlose Testphasen gilt dasselbe: Hast du dafür deine Kartendaten angegeben und kündigst nicht rechtzeitig, wird meist die erste Gebühr fällig.
Quellen
- Verbraucherzentrale: Gesetz für fairere Verträge – mehr Schutz bei Kosten und Laufzeitenverbraucherzentrale.de
- Verbraucherzentrale: Kündigungsbutton und Kündigung per E-Mailverbraucherzentrale.de
- FTC: Free trials, auto-renewals and subscriptions (englisch)consumer.ftc.gov
Dieser Artikel ist eine allgemeine Information und keine persönliche Finanz- oder Anlageberatung.
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